0
Die erste Therapie-Sitzung mit Ihrem Pferd
Gründe
Voraussetzungen
Ablauf
Kosten
Das Pferd massieren lassen, wozu?
Jedes Pferd ist ein Athlet! Es stellt uns seinen Körper zu Verfügung und erhält als Gegenleistung Nahrung, Unterkunft und Pflege. Jede Person im Profisport hat einen Therapeuten oder Masseur zur Verfügung. Wer regelmässig joggen geht, weiss, wie wichtig die regelmässigen Stretches sind, damit verkürzte Muskeln keine Sehnenprobleme, Gelenkverschleiss und Schlimmeres verursachen.
Und wer dehnt unseren vierbeinigen Athleten?
Was passiert überhaupt bei einer Massage? Der Kreislauf wird angeregt! Dabei arbeiten alle Organe fleissiger und der Körper (auch die sauren Muskeln!) werden "gereinigt". verklebte Faszien werden wieder gelöst und dadurch sind schönere, freiere Bewegungen wieder möglich!
Durch Massage auf Energielinien werden Meridiane aktiviert und harmonisiert. Die Energien laufen wieder durch den ganzen Körper. Wie gerne gehen doch einzelne Körperteile dem Pferd (auch dem Menschen, das kennen wir doch!) vergessen! Schon einmal ein Pferd gehabt, das hinten oft ganz leicht strauchelt, vertritt, sich ungeschickt bewegt?
Nicht zu vergessen die sanfte Massage auf dem Nervengeflecht der Haut, wodurch ganze Nervenbahnen wieder aktiviert werden können (Linda Tellington Jones / Feldenkrais).
Kommunikation
Durch Mimik, Atem und Bewegungen teilen Pferde bei der Massage mit, wie sie den Zustand der gerade behandelten Muskulatur empfinden. Ich als erfahrene Therapeutin spüre dabei die kleinste Veründerung unter meinen Fingerkuppen. Während der Massage bin ich gerne bereit, Ihnen dir Reaktionen des Pferdes und die Veränderungen in der Muskulatur zu erklären, damit Sie sich selber ein Bild machen können.
Dies ist ein Bestandteil aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Akupunkte dienen teilweise als Testpunkte, um Schäden, Krankheiten oder auch nur Veranlagungen auf die Spur zu kommen. Hauptsächlich kann über die Akupressur vorbeugend und unterstützend eingewirkt werden. Pferde als feinfühlige Tiere reagieren gut darauf!
Triggerpunkt Muskeltherapie beim Pferd
Mit der Triggerpunkt Muskeltherapie beugt man Störungen im Bewegungsapparat des Pferdes vor. Sie ist auch eine Behandlungsmöglichkeit.
Was ist ein Triggerpunkt?
Sogenannte myofasziale Triggerpunkte sind schmerzende Stellen in einem verhärteten Muskelstrang (auch in einer Faszie = Bindegewebshülle). Die Kontraktionskraft, sowie auch die Dehnfähigkeit des betroffenen Muskels kann eingeschränkt sein! Schmerzen in einem Gelenk, das von einem betroffenen Muskel bewegt wird, sind möglich. Da Muskeln in Gruppen zusammenarbeiten, stört ein Triggerpunkt immer das ganze Muskelpaket und löst Folge-Triggerpunkte aus.
Wie entstehen Triggerpunkte?
Durch akute Muskelüberlastung wie zum Beispiel das Ausrutschen zwischen zwei Sprüngen, welches mit der Hinterhand gerade noch aufgefangen wird. Oder durch Muskelermüdung bei sich ständig wiederholenden Übungen, zum Beispiel einer Traversale zu oft hintereinander. Direkte Verletzungen wie Zerrungen, Prellungen, Schläge können Triggerpunkte auslösen, wie auch unpassende Sättel und ungeschickte Reiter. Nicht zu vergessen die Verkühlung eines Muskels durch Zugluft in der Abkühlphase oder bei den ersten Frostnächten. Auch ein ungepflegetes Gebiss, also kein regelmässiger Besuch des Zahnarztes, kann ein Auslöser sein!
Folgende Anzeichen können (müssen aber nicht) auf Triggerpunkte hinweisen: Das Pferd reagiert überempfindlich im Rückenbereich, beim Putzen, Satteln (auch Gurtenzwang). Bei der Arbeit braucht es ev. eine lange Aufwärmphase, schlägt oft mit Kopf oder Schweif, trägt den Schweif schief, hat Probleme im Genick oder mit der Dehnungshaltung vorwärts-abwärts, tritt einseitig oder beidseitig verkürzt (Tierarzt konsultieren), bevorzugt deutlich eine Hand (Schiefe), galoppiert häufig falsch an oder im Kreuzgalopp usw.
Wie werden Triggerpunkte behandelt?
Beim Menschen werden spezielle Kompessionstechniken angewandt, die sehr schmerzhaft sein können! Diese Techniken sind beim Pferd nur mit viel Erfahrung (und auch so nur bedingt) anwendbar -Pferde reagieren beim Zufügen von Schmerzen negativ und verspannen sich umso mehr. Es sind also Massagetechniken in Kombination mit Akupunkten, Dehnungen und leichten Mobilisationen, ev. auch pulsierenden Magnetfeldern anzuwenden. Neben der "Ursachenforschung" sind aktive Übungen am Boden, an der Longe, an der Hand und im Beritt ein Teil der Therapie. Dazu ist die Kooperation des Besitzers/der Besitzerin resp. Reiters/Reiterin nötig. Und alle Pferdemenschen haben eines gemeinsam: Wir haben nie ausgelernt!
Durch sanftes Dehnen erhalten Muskeln, Sehnen und Bänder Ihre optimale Länge zurück. Für alle Athleten sehr wichtig! Durch verkürzte Muskulatur leiden oft Gelenke und Sehnen. Manche Sehnenverletzung könnte verhindert werden!